Geschirrspüler überlebt den Winter nicht: Diese simple Maßnahme hätte den teuren Schaden verhindert

Der Geschirrspüler zählt zu den Haushaltsgeräten, deren Bedeutung meist erst dann auffällt, wenn er nicht funktioniert. Im Winter wird er besonders beansprucht – nicht durch den Gebrauch selbst, sondern durch die Umgebung: kalte Temperaturen, abgekühltes Wasser, Frost in Zuleitungen und Feuchtigkeit, die sich in unzureichend geheizten Räumen sammelt. Das häufigste Problem in dieser Jahreszeit ist eingefrorenes Wasser in den Zuleitungen, ein Phänomen, das sich oft erst indirekt bemerkbar macht.

Das Gerät startet nicht, zeigt Fehlermeldungen oder bleibt mitten im Programm stehen. Doch die Ursache liegt häufig nicht in der Elektronik, sondern in der Physik – genauer, im Übergang von Wasser zu Eis in schlecht geschützten Bereichen. Diese Problematik wird in zahlreichen Bedienungsanleitungen führender Hersteller thematisiert, die ausdrücklich darauf hinweisen, dass Geschirrspüler in Räumen mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt betrieben werden sollten. Eine gute Wintervorbereitung des Geschirrspülers ist nicht nur eine Vorsichtsmaßnahme gegen Frost, sondern auch ein Schlüssel zu höherer Energieeffizienz und längerer Lebensdauer des Geräts.

Warum kalte Temperaturen die Funktionsweise des Geschirrspülers beeinflussen

Ein Geschirrspüler ist ein thermisches System. Seine Effizienz hängt wesentlich von der Temperaturdifferenz zwischen dem einströmenden Wasser, dem Innenraum und der Umgebung ab. Wenn diese Differenzen zu groß werden – etwa bei Umgebungstemperaturen unter 10 Grad Celsius –, verändert sich sein Verhalten spürbar. Das Wasser in den Zulaufschläuchen, oft aus simplem Kunststoff oder PVC, kann bereits bei leicht negativen Temperaturen gefrieren.

Das Ergebnis ist nicht nur ein gebrochener Schlauch oder ein blockierter Zulauf: Selbst minimale Eiskristallbildung reicht aus, um die Wasserzufuhr so zu verlangsamen, dass die Elektronik einen Fehler registriert. Die Folgen sind typisch – Füllzeit-Fehlermeldungen im Display, Abbruch des Spülprogramms bei der Vorwäsche, verzögerte Erwärmung und erhöhter Energieverbrauch sowie Risse in Kunststoffverbindungen nach wiederholtem Gefrieren und Auftauen.

Das physikalische Grundproblem liegt in der Ausdehnung von Wasser beim Gefrieren. Nach den Grundlagen der Thermodynamik dehnt sich Wasser beim Übergang in den festen Aggregatzustand aus, was in engen Schläuchen enorme Druckkräfte erzeugt. Einmal gefrorene Leitungen sind daher nicht nur blockiert, sondern auch potenziell geschädigt – selbst wenn sie nach dem Auftauen scheinbar wieder funktionieren. Die Hersteller warnen in ihren technischen Dokumentationen ausdrücklich vor diesem Phänomen, und wenn Wasser in den Leitungen gefriert, können irreparable Schäden am Gerät entstehen, die nicht unter die Garantie fallen.

Wie die Raumumgebung über den Winterbetrieb entscheidet

Viele Geschirrspüler stehen nicht in beheizten Küchen, sondern in Nebenräumen, Kellern oder unbeheizten Vorratsräumen, mitunter in Ferienhäusern. Diese Standorte sind im Sommer unproblematisch, doch im Winter bilden sie eine kritische Zone. Erfahrungsberichte aus Fachforen zeigen, dass in unbeheizten Hauswirtschaftsräumen bei längerem Frost Werte unter fünf Grad Celsius keine Seltenheit sind – besonders nachts. Das reicht aus, um die Oberfläche eines Wasserzulaufs auszukühlen und den inneren Durchmesser zu vereisen.

Schutzmaßnahmen setzen daher nicht direkt am Gerät, sondern an seinem Umfeld an. Wer in der kalten Jahreszeit Probleme vermeiden will, sollte sich die drei entscheidenden Zonen ansehen: den Zulaufbereich, wo der Wasserschlauch an den Wasserhahn angeschlossen ist, die Geräterückseite, häufig ein Kältepunkt, da kaum Luftzirkulation und Isolation vorhanden sind, sowie den Bodenbereich, besonders kritisch, wenn das Gerät auf unbeheizten Fliesen steht.

Schon eine gezielte Verbesserung der Isolierung an diesen Punkten kann den Unterschied zwischen einem funktionierenden und einem blockierten Geschirrspüler ausmachen. In den Bedienungsanleitungen verschiedener Hersteller wird empfohlen, das Gerät in Räumen mit konstanter Temperatur über dem Gefrierpunkt zu betreiben. Die technischen Richtlinien machen deutlich, dass die Umgebungstemperatur nicht nur eine Komfortfrage ist, sondern ein entscheidender Faktor für die ordnungsgemäße Funktion des Geräts. Besonders gefährdet sind Installationen in Garagen, Kellern oder Ferienhäusern, die nur zeitweise beheizt werden.

Praktische Strategien gegen Frost und Leistungsabfall

Nicht jede Lösung erfordert technische Eingriffe – viele sind einfache Anpassungen, die sofort Wirkung zeigen. Entscheidend ist, den Wärmefluss zwischen Innenraum, Kaltwasserleitung und Außenluft zu kontrollieren. Isolation der Zuleitungen mit geschlossenzelligem Schaum aus Polyethylen oder Kautschuk, das eng anliegend über die Schläuche gezogen wird, verhindert die schnelle Abkühlung. Diese Maßnahme wird in verschiedenen technischen Ratgebern als wirksame Präventionsmethode beschrieben.

Die Nutzung von Frostschutzheizbändern ist bei exponierten Leitungen sinnvoll – beispielsweise in Garagen oder Ferienhäusern. Elektrisch betriebene Heizbänder mit Thermostat verbrauchen minimal Energie, da sie nur bei Bedarf aktiv werden. Solche Systeme werden in der Haustechnik seit Jahrzehnten eingesetzt und haben sich als zuverlässig erwiesen. Ein dauerhaftes Temperaturniveau von mindestens zehn Grad Celsius reicht aus, um Eisbildung zu verhindern. Bei Räumen ohne zentrale Heizung bieten sich kleine elektrische Konvektoren oder Frostwächter an.

Regelmäßige Nutzung hält das System warm. Ein Geschirrspüler, der täglich läuft, bleibt wärmer als einer, der längere Pausen macht. Längere Stillstandszeiten sind kritisch, weil das stehende Wasser in Schläuchen auskühlen kann. Auch ein kurzer Klarspülgang hält das System in Bewegung. Diese Empfehlung findet sich in zahlreichen Herstellerangaben zur Winterpflege von Haushaltsgeräten.

Wer einige Tage nicht zu Hause ist, sollte das Wasser manuell ablassen. In den offiziellen Bedienungsanleitungen wird dieser Schritt als unverzichtbar beschrieben, wenn das Gerät Frostgefahr ausgesetzt ist. Der Zulaufschlauch lässt sich an der Rückseite abkoppeln und leicht entleeren, das Restwasser im Sieb kann mit einem Schwamm entfernt werden. Die Hersteller geben detaillierte Anweisungen für diesen Vorgang: Zunächst muss der Wasserhahn geschlossen werden, dann der Zulaufschlauch abgeschraubt und das restliche Wasser in einem Behälter aufgefangen werden.

Elastomere Dichtungen werden bei Kälte härter und verlieren an Flexibilität. Undichte Stellen entstehen meist erst, wenn das Eis schmilzt. Silikonfett, dünn aufgetragen, hält sie flexibel und dicht. Die Kontrolle der Dichtungen wird in technischen Wartungshinweisen regelmäßig empfohlen und stellt eine einfache, aber wirkungsvolle Pflegemaßnahme dar.

Warum niedrige Wassertemperaturen die Effizienz beeinflussen

Ein weiterer Aspekt betrifft die chemische Seite des Spülvorgangs. Waschmittel wirken temperaturabhängig. Sinkt die Einlauftemperatur des Wassers – im Winter bei zentraler Kaltwasserleitung oft deutlich unter normale Werte –, verlängert sich die Aufheizzeit und der Energiebedarf verändert sich. Ein moderner Geschirrspüler hat zwar ein automatisches Heizsystem, doch das kompensiert nur die fehlende Wärme, nicht den Verlust an Effizienz.

Die thermodynamischen Grundlagen zeigen, dass die Erwärmung von Wasser einen erheblichen Energieaufwand erfordert, der bei niedrigeren Ausgangstemperaturen entsprechend steigt. Einfache Optimierungen im System helfen dabei: Wenn möglich, den Geschirrspüler an Warmwasser anschließen – besonders in Haushalten mit Solarthermie oder Wärmepumpe, wobei die Herstellervorgaben zur maximalen Zulauftemperatur beachtet werden müssen. Programme mit optimierten Heizphasen bevorzugen, da sie die Aufheizenergie besser nutzen. Vorwärmezyklen sind bei gut gespültem Geschirr in der Regel unnötig.

Durch den bewussten Umgang mit der Wassertemperatur lässt sich sowohl die Frostgefahr reduzieren als auch der Stromverbrauch optimieren – zwei Probleme, die im Winter Hand in Hand gehen. Die Bedienungsanleitungen weisen darauf hin, dass viele moderne Geräte für den Anschluss an Warmwasserleitungen geeignet sind, sofern die Temperatur sechzig Grad Celsius nicht übersteigt.

Die kaum beachtete Rolle der Luftfeuchtigkeit

Neben der Temperatur beeinflusst auch die relative Luftfeuchtigkeit die Lebensdauer eines Geschirrspülers. Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit halten, und beim Aufheizen kondensiert Wasser an kalten Metallteilen, insbesondere an den elektronischen Komponenten und Kontaktflächen. Eine Kombination aus niedriger Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit führt zu Korrosion, die sich zunächst in Form unklarer Fehlerbilder äußert: sporadische Abschaltungen, Fehlermeldungen, Sensorstörungen.

Diese Problematik wird in technischen Fachforen regelmäßig von Nutzern beschrieben, die ihre Geräte in feuchten Kellerräumen betreiben. Ein einfacher Hygrometer zeigt, ob das Raumklima kritisch ist. Erhöhte Feuchtigkeitswerte können ein Warnsignal darstellen. Abhilfe schaffen leichte Dauerlüftung oder ein kleiner Luftentfeuchter, genügend Abstand zur Wand für Luftzirkulation hinter dem Gerät sowie die Vermeidung von geschlossenen Nischen in unbeheizten Räumen.

Hersteller empfehlen typischerweise mindestens fünf Zentimeter Abstand zur Wand. Ein stabil trockenes Umfeld wirkt langfristig nachhaltiger als jede kurzfristige Heizung: Es schützt Kontakte, Sensoren und Elektronik gleichermaßen. Die Installation sollte gemäß den Herstellervorgaben erfolgen, die ausdrücklich ausreichende Belüftung fordern.

Wenn es doch gefriert: sichere Auftauprozeduren

Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen die Wasserleitung oder der Zulaufschlauch gefrieren, ist Schnelligkeit und Vorsicht gefragt. Unsachgemäße Erwärmung mit Heißluft oder heißem Wasser kann mehr Schaden anrichten als das Eis selbst. Die in Bedienungsanleitungen und Fachforen empfohlene Vorgehensweise beginnt mit dem Ausschalten des Geräts und Trennen vom Stromnetz. Dann die Wasserzufuhr am Haupthahn schließen und den gefrorenen Abschnitt lokalisieren – meist im sichtbaren, freiliegenden Teil.

Die Erwärmung sollte mit lauwarmer Luft erfolgen, beispielsweise durch einen Haartrockner auf mittlerer Stufe, oder mit warmen Tüchern. Nachdem der Durchfluss wiederhergestellt ist, müssen die Schläuche auf Haarrisse geprüft werden. Das Gerät sollte dann in einem kurzen Testprogramm ohne Geschirr laufen, um Undichtigkeiten auszuschließen. Ein professioneller Installateur sollte hinzugezogen werden, wenn das Eis bis ins Ventil oder ins Gerät selbst gelangt ist.

Hier können Sensoren oder Magnetventile betroffen sein, deren Beschädigung sich nicht sofort zeigt. Die Hersteller weisen darauf hin, dass Frostschäden in der Regel nicht von der Garantie abgedeckt sind, wenn das Gerät nicht gemäß den Aufstellungsbedingungen betrieben wurde. Diese rechtliche Dimension macht die Prävention noch wichtiger, denn Reparaturkosten können schnell mehrere hundert Euro erreichen.

Langfristige Prävention: bauliche Anpassungen und Energieintegration

Die effektivsten Maßnahmen gegen Frost entstehen aus der Kombination von baulicher Planung und intelligenter Energieverteilung. Ein moderner Haushalt kann durch kleine bauliche Veränderungen große Risiken dauerhaft ausschließen. Eine wärmeleitende Flächenabdichtung, ein Sockel aus isolierendem Material unter dem Geschirrspüler, reduziert den Kontakt zur kalten Bodenplatte erheblich. Die Temperatur am Gerätboden steigt um mehrere Grad, wodurch Feuchtigkeitsschäden reduziert werden können.

Die zentralisierte Warmwasserzufuhr über eine vorgewärmte Leitung – beispielsweise über eine Wärmepumpe – stabilisiert nicht nur die Temperatur, sondern kann auch Energie sparen. Die Bedienungsanleitungen verschiedener Hersteller beschreiben die Möglichkeit des Warmwasseranschlusses, wobei die maximale Zulauftemperatur beachtet werden muss. Eine intelligente Steckdosensteuerung mit temperaturabhängiger Regelung kann den Strom zu Heizgeräten oder Frostwächtern automatisch freigeben, sobald die Umgebung kritische Werte erreicht. Das vermeidet unnötigen Standby-Verbrauch und schützt gleichzeitig zuverlässig.

Moderne Sensoren zur Erkennung von Undichtigkeiten oder Frost in Wasserleitungen können heute Warnmeldungen senden. Für Haushalte mit selten genutzten Räumen oder Ferienimmobilien bieten sie eine Vorsorge, die Schäden frühzeitig erkennt. Solche Überwachungssysteme werden zunehmend erschwinglich und lassen sich oft in bestehende Smart-Home-Lösungen integrieren.

Kleine technische Pflege mit großer Wirkung

Ein Winter-Check für den Geschirrspüler ist weniger aufwendig, als viele denken. Mit einer einstündigen Wartung im späten Herbst werden die meisten Frostprobleme verhindert. Die Hersteller empfehlen in ihren Wartungshinweisen verschiedene Schritte: Filter und Rückschlagventile reinigen, um stehendes Wasser zu vermeiden, Schläuche auf Knicke und Scheuerstellen prüfen, Dichtungen mit einer geeigneten Pflege behandeln sowie die Rückwand – falls zugänglich – mit einem Isolationspad versehen.

Eventuell vorhandene Restfeuchte sollte nach dem letzten Gang mit offen stehender Tür vollständig abtrocknen. Diese Pflege erhöht nicht nur die Frostresistenz, sondern verbessert auch die Spülleistung, da Wasser gleichmäßiger und druckstärker fließt. Die regelmäßige Reinigung der Siebe und Filter ist in allen Bedienungsanleitungen als grundlegende Wartungsmaßnahme beschrieben und wirkt sich positiv auf Hygiene und Effizienz aus.

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Winterbetrieb

Der Winter wird häufig mit erhöhtem Energieverbrauch in Verbindung gebracht – im Haushalt und bei Geräten. Doch gerade beim Geschirrspüler gibt es Potenzial, den Energieverbrauch zu optimieren, wenn man physikalische Zusammenhänge nutzt. Kaltes Zulaufwasser erfordert mehr Heizenergie, um auf die erforderliche Spültemperatur gebracht zu werden. Die Thermodynamik zeigt, dass die benötigte Energiemenge direkt proportional zur Temperaturdifferenz ist.

Wird der Zulauf geringfügig vorgewärmt – etwa durch Rohrführung durch beheizte Bereiche oder eine Warmwasserleitung –, kann der Energiebedarf sinken. Auch das Timing kann eine Rolle spielen: Läuft der Geschirrspüler während der Nacht in einem unbeheizten Raum, wird er von der Kälte stärker beeinflusst. Ein Betrieb tagsüber, wenn die Grundtemperatur höher ist, kann vorteilhaft sein und Kondensationsprobleme reduzieren.

Nachhaltigkeit bedeutet also nicht nur weniger Verbrauch, sondern auch bessere Anpassung an das saisonale Klima. Die Hersteller weisen darauf hin, dass Eco-Programme zwar länger laufen, aber insgesamt weniger Energie verbrauchen, da sie mit niedrigeren Temperaturen und optimierter Wassermenge arbeiten. Diese Programme sind im Winter besonders sinnvoll, wenn die Umgebungstemperatur ohnehin niedrig ist.

Was kaum jemand beachtet: der Einfluss der Wasserhärte im Winter

Ein oft übersehener Faktor ist die Interaktion zwischen Wassertemperatur und Wasserhärte. Die Löslichkeit von Mineralien im Wasser verändert sich mit der Temperatur, was die Effizienz des Ionenaustauschsystems im Gerät beeinflussen kann. Daher ist es sinnvoll, im Winter den Salzverbrauch im Rahmen der Herstellerangaben zu überwachen und regelmäßig den Klarspülerstand zu überprüfen. So bleibt die Wasserenthärtung konstant und verhindert Ablagerungen, die Ventile zusätzlich behindern könnten.

Die Bedienungsanleitungen enthalten detaillierte Anweisungen zur Einstellung der Wasserhärte und zur Dosierung von Regeneriersalz. Diese Einstellungen sollten gemäß der lokalen Wasserhärte vorgenommen werden, um optimale Spülergebnisse zu erzielen. Wenn sich Kalkablagerungen in der Einlaufkammer oder an Heizelementen bilden, kann dies die Effizienz des Geräts beeinträchtigen und den Energieverbrauch erhöhen. Regelmäßige Entkalkung gemäß Herstellervorgaben ist daher besonders in Regionen mit hartem Wasser empfehlenswert.

Die Bedeutung der korrekten Installation

Bereits bei der Installation werden die Weichen für einen problemfreien Winterbetrieb gestellt. Die Hersteller geben in ihren Installationsanleitungen klare Vorgaben, die besonders in Hinblick auf Frostschutz relevant sind. Der Aufstellungsort sollte gemäß den technischen Spezifikationen bestimmte Bedingungen erfüllen: Umgebungstemperatur zwischen fünf und fünfunddreißig Grad Celsius, wobei viele Hersteller Temperaturen über dem Gefrierpunkt fordern, ausreichende Luftzirkulation um das Gerät, Schutz vor direkter Feuchtigkeit und Spritzwasser sowie ebener, stabiler Untergrund.

Besonders kritisch ist die Verlegung der Zulauf- und Ablaufschläuche. Diese sollten nicht durch Bereiche geführt werden, die Frost ausgesetzt sind. In den Installationsanweisungen wird empfohlen, Schläuche nicht zu knicken und ausreichend Bewegungsfreiheit zu lassen, um Materialermüdung zu vermeiden. Eine fachgerechte Installation nach diesen Vorgaben bildet die Grundlage für jahrelangen störungsfreien Betrieb, auch unter winterlichen Bedingungen.

Spezielle Überlegungen für Ferienhäuser und Zweitwohnungen

Geschirrspüler in Ferienhäusern sind besonders gefährdet, da sie oft wochen- oder monatelang in unbeheizten Räumen stehen. Die Hersteller empfehlen für solche Situationen spezifische Maßnahmen. Die wichtigste Regel: Vor längerer Abwesenheit in der kalten Jahreszeit muss das Gerät vollständig entleert werden. Dies umfasst das Absperren der Wasserzufuhr am Haupthahn, das Abschrauben und Entleeren des Zulaufschlauchs, das Starten eines Programms zur Entfernung des Wassers aus dem Pumpensumpf sowie das Entfernen von Restwasser mit einem Schwamm oder Tuch aus dem Innenraum.

Die Tür sollte einen Spalt offen bleiben, um Restfeuchtigkeit verdunsten zu lassen. Diese Prozedur wird in den Bedienungsanleitungen unter Begriffen wie Frostschutz oder Winterpause beschrieben. Einige Hersteller bieten sogar spezielle Programme an, die das Gerät für eine längere Stillstandszeit vorbereiten. Zusätzlich empfiehlt sich das Hinzufügen eines Frostschutzmittels in das verbleibende Restwasser im Pumpensumpf, wobei nur für Trinkwasseranlagen zugelassene Mittel verwendet werden dürfen.

Moderne Technologien und ihre Wintervorteile

Neuere Geschirrspülermodelle verfügen über Sensoren und intelligente Steuerungen, die auch unter suboptimalen Bedingungen besser funktionieren. Temperatursensoren messen die tatsächliche Wassertemperatur und passen die Heizzeit entsprechend an. Bei kaltem Zulaufwasser verlängert sich automatisch die Heizphase, ohne dass der Nutzer eingreifen muss. Beladungssensoren erkennen die Geschirrmenge und passen Wassermenge und Programmablauf an, was besonders im Winter zu Energieeinsparungen führen kann.

Einige Modelle nutzen Wärmetauscher-Systeme, die die Abwärme des Spülwassers verwenden, um das einlaufende Frischwasser vorzuwärmen. Diese Technologie ist besonders effizient, wenn das Zulaufwasser sehr kalt ist. Die automatische Türöffnung am Ende des Programms, bei der sich die Tür automatisch einen Spalt öffnet, verbessert das Trocknen und reduziert Kondensation – gerade in kalten Räumen vorteilhaft.

Diese Funktionen werden in den Produktbeschreibungen und technischen Datenblättern der Hersteller erläutert und zeigen, wie moderne Geräte besser mit schwankenden Umgebungsbedingungen umgehen können. Wer die Neuanschaffung eines Geschirrspülers plant und diesen in einem potenziell kalten Raum aufstellen möchte, sollte auf solche Features achten.

Wirtschaftliche Aspekte: Reparaturkosten versus Prävention

Die finanziellen Folgen von Frostschäden können erheblich sein. Ein geplatzter Zulaufschlauch verursacht nicht nur Kosten für den Austausch, sondern möglicherweise auch Wasserschäden in der Umgebung. Beschädigte Ventile oder Sensoren erfordern häufig den Einsatz eines Fachmanns. Im Vergleich dazu sind präventive Maßnahmen kostengünstig: Isoliermaterial für Schläuche kostet zehn bis zwanzig Euro, ein Frostwächter für kleine Räume dreißig bis sechzig Euro, professionelle Winterwartung fünfzig bis hundert Euro, und der Zeitaufwand für Eigenmaßnahmen beträgt ein bis zwei Stunden.

Dem gegenüber stehen mögliche Reparaturkosten: Austausch von Zulaufschläuchen mit Montage fünfzig bis hundert Euro, Reparatur von Magnetventilen hundert bis zweihundert Euro, Austausch von Sensoren achtzig bis hundertfünfzig Euro und Wasserschäden an Boden oder Möbeln potenziell mehrere tausend Euro. Die wirtschaftliche Logik spricht eindeutig für präventive Maßnahmen, besonders wenn das Gerät in einem gefährdeten Bereich steht.

Umweltaspekte und Ressourcenschonung

Ein vorzeitiger Geräteausfall durch Frostschäden bedeutet nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch eine Verschwendung von Ressourcen. Die Herstellung eines Geschirrspülers erfordert erhebliche Mengen an Energie, Wasser und Rohstoffen. Durch sachgerechte Winterpflege wird die Lebensdauer des Geräts verlängert, was aus ökologischer Sicht einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung darstellt.

Ein Geschirrspüler, der durch angemessene Pflege zwölf statt acht Jahre hält, spart die Energie und Rohstoffe für die Herstellung eines neuen Geräts, den CO2-Ausstoß durch Produktion und Transport, Elektronikschrott und Entsorgungsaufwand sowie die mit der Neuanschaffung verbundenen Kosten. Diese Überlegungen fügen sich in ein ganzheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit im Haushalt ein, bei dem nicht nur der Betrieb, sondern der gesamte Lebenszyklus des Geräts betrachtet wird.

Rechtliche Aspekte und Garantiefragen

Ein oft übersehener Punkt betrifft die Garantie- und Gewährleistungsansprüche. In den Garantiebedingungen der meisten Hersteller sind Frostschäden explizit ausgeschlossen, wenn das Gerät nicht gemäß den Aufstellungs- und Betriebsbedingungen verwendet wurde. Die Bedienungsanleitungen enthalten klare Angaben zu den zulässigen Umgebungsbedingungen. Wer ein Gerät in einem Raum betreibt

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