Amazon Prime Video hat eine Funktion, die vielen Nutzern das Leben deutlich erleichtern könnte – und trotzdem kennen sie die wenigsten. Automatische Downloads laden neue Episoden deiner Lieblingsserien im Hintergrund herunter, sobald sie verfügbar sind. Keine manuelle Arbeit mehr, kein Vergessen vor der Zugfahrt, kein Ärger über fehlende Internetverbindung im Urlaub. Die Prime Video App erledigt alles von selbst, während dein Smartphone nachts am Ladegerät hängt und mit dem WLAN verbunden ist.
Warum automatische Downloads einen echten Unterschied machen
Die normale Download-Funktion kennen die meisten: Kleines Symbol antippen, ein paar Minuten warten, fertig. Das funktioniert, nervt aber auf Dauer. Jede Woche aufs Neue daran denken, die neueste Folge herunterzuladen? Das vergisst man schnell mal. Automatische Downloads arbeiten dagegen still im Hintergrund. Freitagmorgen erscheint die neue Episode deiner Serie, und wenn du mittags in die Pause gehst, liegt sie bereits auf deinem Gerät. Kein aktives Handeln nötig, kein Warten, kein Stress.
Die Funktion ist besonders clever gelöst: Sie lädt nur über WLAN, nur wenn genügend Speicher vorhanden ist, und löscht angeschaute Episoden automatisch wieder. Amazon hat hier wirklich mitgedacht und eine Lösung geschaffen, die sich nahtlos in den Alltag einfügt.
Die Einrichtung ist kinderleicht
Um automatische Downloads zu aktivieren, öffnest du zunächst die Prime Video App auf deinem Smartphone oder Tablet. Über dein Profil-Symbol gelangst du in die Einstellungen – bei iOS findest du es meist unten rechts, bei Android im Menü. Dort suchst du den Bereich Streaming und Download, wo sich neben der Download-Qualität auch der entscheidende Punkt Automatische Downloads verbirgt.
Nach dem Antippen erscheint eine Liste mit Serien, die du kürzlich angesehen hast oder die in deiner Watchlist stehen. Hier wählst du ganz gezielt aus, welche Serien automatisch geladen werden sollen. Ein einfacher Schieberegler aktiviert die Funktion für jede Serie einzeln. Du bestimmst auch, wie viele unwatched Episoden gleichzeitig auf deinem Gerät bereitstehen sollen – zwischen einer und fünf Folgen pro Serie ist alles möglich.
Intelligente Speicherverwaltung inklusive
Das System funktioniert nach einem cleveren Rotationsprinzip: Sobald du eine Episode angeschaut hast, wird sie nach 48 Stunden automatisch gelöscht und durch die nächste verfügbare Folge ersetzt. Dein Speicher läuft also nicht voll, auch wenn du mehrere Serien parallel verfolgst. In den Einstellungen legst du zusätzlich fest, wie viel Speicherplatz Prime Video maximal nutzen darf. Die Optionen reichen von einem Gigabyte bis zu unbegrenztem Speicher, wobei letzteres natürlich nur so viel bedeutet wie dein Gerät physisch hergibt. Für die meisten Menschen sind fünf bis zehn Gigabyte ein guter Kompromiss.
Die richtige Download-Qualität spart wertvollen Speicher
In denselben Einstellungen findest du die Qualitätsstufen für Downloads: Gut, Besser und Beste. Die Stufe Gut entspricht etwa SD-Auflösung und benötigt rund 0,6 GB pro Stunde. Besser liefert HD-Qualität mit etwa 1,8 GB pro Stunde, während Beste Full HD bedeutet und mit 2,5 bis 3 GB pro Stunde zu Buche schlägt. Auf einem Smartphone-Display ist der Unterschied zwischen den beiden oberen Stufen kaum sichtbar, während du mit der mittleren Option deutlich mehr Episoden speichern kannst.
Die Einstellung lohnt einen Gedanken: Wer hauptsächlich im Zug oder Bus schaut, braucht keine maximale Qualität. Wer dagegen auf einem großen Tablet im Hotelzimmer schaut, will vielleicht nicht auf Bildqualität verzichten. Die Einstellung lässt sich jederzeit ändern, bereits heruntergeladene Episoden bleiben davon unberührt.

WLAN-Pflicht schützt dein Datenvolumen
Standardmäßig lädt Prime Video ausschließlich über WLAN herunter. Diese Einstellung ist goldwert und sollte nur in Ausnahmefällen geändert werden. Ein einziger Film in HD-Qualität frisst problemlos drei bis vier Gigabyte – bei vielen Mobilfunktarifen ist das bereits ein erheblicher Teil des monatlichen Volumens. Wer dennoch mal bewusst über mobile Daten herunterladen möchte, kann die Option Downloads über mobile Daten erlauben temporär aktivieren. Vergiss nur nicht, sie danach wieder zu deaktivieren, sonst erlebst du beim nächsten Blick auf deine Datennutzung eine böse Überraschung.
Wann automatische Downloads wirklich glänzen
Die Funktion entfaltet ihre wahre Stärke im Alltag. Berufspendler haben morgens im Zug immer frischen Content parat, weil die App nachts im Hintergrund gearbeitet hat. Eltern auf längeren Autofahrten müssen nicht mehr ständig ans Herunterladen von Kinderserien denken – die kleinen Passagiere auf der Rückbank sind beschäftigt, ohne dass es zusätzlicher Planung bedarf. Geschäftsreisende mit unzuverlässigem Hotelinternet haben ihre Serien bereits auf dem Tablet, statt abends mit schwachem WLAN zu kämpfen. Und wer regelmäßig in Gegenden ohne vernünftige Mobilfunkabdeckung unterwegs ist, hat immer Unterhaltung dabei.
Grenzen der Funktion kennen
So praktisch automatische Downloads sind, es gibt Einschränkungen. Nicht alle Inhalte auf Prime Video lassen sich herunterladen – lizenzrechtliche Beschränkungen verhindern das bei manchen Filmen und Serien. Erkennbar ist das am fehlenden Download-Symbol. Heruntergeladene Inhalte bleiben in der Regel 30 Tage auf deinem Gerät, wobei diese Frist mit dem ersten Abspielen auf 48 Stunden schrumpft. Nach Ablauf musst du die Episode erneut herunterladen, sofern sie noch im Prime-Katalog verfügbar ist.
Wenn die Funktion streikt
Gelegentlich funktionieren automatische Downloads nicht wie gewünscht. Häufigste Ursache ist zu wenig verfügbarer Speicherplatz. Prime Video benötigt nicht nur Platz für die Downloads selbst, sondern auch einen Puffer für temporäre Dateien. Als Faustregel sollten mindestens 20 Prozent deines Gerätespeichers frei sein. Auch App-Berechtigungen können problematisch werden. Unter Android solltest du sicherstellen, dass Prime Video im Hintergrund arbeiten darf und nicht vom Energiesparmodus ausgebremst wird. Bei iOS hilft oft die Aktivierung der Hintergrundaktualisierung für Prime Video.
Ein oft übersehener Punkt: Die App muss auf dem neuesten Stand sein. Ältere Versionen unterstützen automatische Downloads möglicherweise nicht oder nur eingeschränkt. Ein Blick in den App Store oder Google Play Store zeigt, ob Updates verfügbar sind. Manchmal hilft nur ein kompletter Neustart: App beenden, Gerät neustarten und die Download-Einstellungen neu konfigurieren. In hartnäckigen Fällen kann auch eine Neuinstallation der App Wunder wirken, wobei vorhandene Downloads dabei verloren gehen.
Die automatischen Downloads von Prime Video sind eine dieser Funktionen, die man nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte. Sie arbeiten unauffällig im Hintergrund, sparen Zeit und Nerven und sorgen dafür, dass immer frischer Content auf dem Gerät liegt. Wer viel unterwegs ist oder häufig ohne verlässliche Internetverbindung Serien schaut, sollte die Funktion unbedingt ausprobieren.
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