Die PlayStation 5 zeichnet standardmäßig permanent Gameplay-Material auf, damit ihr besondere Momente nachträglich speichern könnt. Das System der Sony-Konsole speichert automatisch die letzten Spielminuten, sodass ihr jederzeit auf eure besten Aktionen zurückgreifen könnt. Doch nicht jeder Spieler benötigt diese Funktion ständig im Hintergrund, und genau hier kommt die Frage auf: Lohnt es sich wirklich, die automatische Aufnahme laufen zu lassen?
Was die automatische Aufnahme eigentlich macht
Die PS5 läuft mit einer kontinuierlichen Aufzeichnung eures Gameplays. Je nach Einstellung hält das System zwischen 15 Sekunden und einer Stunde eurer Spielzeit fest. Diese Funktion ermöglicht es, spontane Highlights nachträglich zu sichern, ohne vorher eine manuelle Aufnahme gestartet zu haben. Für Content-Ersteller und Spieler, die gerne ihre Erfolge auf Social Media teilen, ist das ein praktisches Feature.
Zusätzlich zur manuellen Speicherung erstellt die Konsole automatisch Videoclips bei bestimmten Ereignissen. Sobald ihr eine Trophäe freischaltet, zeichnet das System die letzten Sekunden auf und speichert sie als kurzen Clip. Diese Auto-Capture-Funktion läuft ebenfalls standardmäßig und sammelt im Laufe der Zeit zahlreiche Videos auf eurer Festplatte an. Bei intensiven Gaming-Sessions mit vielen Trophäen kann das richtig viel Speicherplatz fressen.
So deaktiviert ihr die automatische Aufzeichnung
Wenn ihr die permanente Hintergrundaufnahme nicht benötigt, lässt sie sich in wenigen Schritten abstellen. Drückt die PS-Taste auf eurem DualSense-Controller und navigiert zum Zahnrad-Symbol in der oberen rechten Ecke, um die Einstellungen zu öffnen. Dort findet ihr den Menüpunkt Aufnahmen und Übertragungen.
Innerhalb dieses Menüs habt ihr verschiedene Optionen zur Auswahl. Ihr könnt die Create-Taste so konfigurieren, dass sie nur auf Knopfdruck eine neue Aufnahme startet, statt ständig im Hintergrund mitzulaufen. Das gibt euch die volle Kontrolle darüber, wann das System Gameplay aufzeichnet und wann nicht. Gerade wenn ihr hauptsächlich Multiplayer-Titel wie FIFA oder Call of Duty spielt, braucht ihr die Funktion wahrscheinlich seltener als bei narrativen Singleplayer-Erlebnissen.
Trophäen-Videos abschalten
Ein oft übersehener Punkt sind die automatischen Trophäen-Aufnahmen. Diese Funktion lässt sich separat deaktivieren, indem ihr in den Einstellungen unter Aufnahmen und Übertragungen den Punkt Automatische Aufnahmen auswählt. Dort findet ihr die Option Trophäen mit der Einstellung Trophäen-Videos speichern. Stellt diese auf Keine, um die automatische Clip-Erstellung bei Trophäen-Freischaltungen zu beenden.
Gleiches gilt für automatische Screenshots. Auch diese könnt ihr im selben Menü deaktivieren, wenn ihr euren Speicherplatz schonen möchtet. Gerade bei Spielen mit vielen Trophäen sammeln sich sonst schnell Dutzende Clips und Bilder an, die ihr möglicherweise nie anschaut. Bei manchen PlayStation-Titeln kann das richtig ausarten.
Aufnahmequalität clever anpassen
Falls ihr gelegentlich doch Gameplay festhalten möchtet, aber nicht in höchster Qualität, lohnt sich ein Blick auf die Einstellungen zum Video-Clip-Format. Die PS5 bietet verschiedene Auflösungen zur Auswahl. Für die meisten Zwecke reicht 1080p völlig aus, besonders wenn ihr Videos nur für private Zwecke oder Social Media aufnehmt.
Höhere Qualitätseinstellungen benötigen nicht nur mehr Speicherplatz auf der SSD, sondern belasten theoretisch auch das System stärker. Eine moderate Einstellung bietet einen guten Kompromiss zwischen Bildqualität und Ressourcenschonung. Wenn ihr nicht gerade professionelle YouTube-Videos produziert, merkt ihr den Unterschied zwischen 1080p und 4K auf den meisten Plattformen ohnehin kaum.
Cloud-Upload für bequemen Zugriff
Eine interessante Alternative zur lokalen Speicherung ist der automatische Cloud-Upload. Die PS5 kann eure Aufnahmen automatisch in die Cloud hochladen, wo sie 14 Tage lang in der PlayStation App verfügbar bleiben. Videoclips sind dabei auf maximal drei Minuten begrenzt. Diese Funktion eignet sich besonders, wenn ihr Clips schnell auf dem Smartphone ansehen oder teilen möchtet, ohne sie erst von der Konsole übertragen zu müssen.

Der Cloud-Upload lässt sich ebenfalls in den Aufnahmeeinstellungen konfigurieren. Beachtet dabei, dass der Upload eure Internetverbindung nutzt und bei großen Videodateien entsprechend Bandbreite beansprucht. Wenn ihr eine langsamere Leitung habt, kann das andere Online-Aktivitäten beeinträchtigen.
Speicherplatz clever verwalten
Unabhängig davon, ob ihr die Aufnahmefunktion nutzt oder nicht, solltet ihr regelmäßig euren Speicherplatz überprüfen. Aufnahmen, Screenshots und automatisch erstellte Clips können sich schnell ansammeln und wertvollen Platz auf der SSD belegen. Eine vollgepackte Festplatte kann generell zu längeren Ladezeiten führen, da das System weniger Raum für temporäre Daten hat.
Als Faustregel empfiehlt es sich, immer mindestens 100 GB freien Speicher zu behalten. Das gibt dem System genügend Puffer für Updates, neue Spiele und die vielen Hintergrundprozesse, die moderne Konsolen durchführen. Geht regelmäßig in die Galerie-App und löscht Aufnahmen, die ihr nicht mehr benötigt. Das kann manchmal richtig befreiend sein.
Wann sich die Aufnahme wirklich lohnt
Für bestimmte Spielertypen ist die automatische Aufzeichnung trotz allem sinnvoll. Content-Ersteller, die regelmäßig Material für YouTube oder TikTok produzieren, profitieren von der Möglichkeit, spontane Momente einzufangen. Auch bei narrativen Einzelspieler-Erlebnissen mit eindrucksvollen Story-Momenten kann es praktisch sein, diese ohne vorherige Planung festzuhalten.
Die manuelle Alternative funktioniert ebenfalls gut: Mit der angepassten Einstellung startet ihr eine Aufnahme nur dann, wenn ihr sie wirklich braucht. Ein kurzer Druck auf die Create-Taste genügt, und das System zeichnet ab diesem Moment auf. So habt ihr die volle Kontrolle und nutzt die Aufnahmefunktion gezielt, statt sie permanent im Hintergrund laufen zu lassen.
Weitere Optimierungsmöglichkeiten für eure PlayStation
Neben der Aufnahmefunktion gibt es weitere Systemfunktionen, die ihr nach euren Bedürfnissen anpassen könnt. Die Kartenfunktionen in den Aktivitäten-Einstellungen beispielsweise aktualisieren permanent Spielhilfen und Fortschrittsinformationen. Wer diese Features nicht nutzt, kann sie deaktivieren und dem System eine Aufgabe weniger geben.
Auch HDR solltet ihr nur aktiviert lassen, wenn euer Bildschirm es tatsächlich korrekt darstellen kann. Die HDR-Verarbeitung beansprucht zusätzliche Rechenleistung. Wenn euer Monitor oder Fernseher HDR ohnehin nicht optimal umsetzt, verschenkt ihr nur Ressourcen ohne sichtbaren Mehrwert. Manchmal sieht das Bild mit deaktiviertem HDR sogar besser aus.
Die richtige Balance für euren Spielstil finden
Jeder Spieler hat unterschiedliche Prioritäten. Für manche gehört das Teilen von Gameplay-Momenten zum modernen Gaming-Erlebnis dazu. Die Möglichkeit, spontan auf die letzten Minuten zurückzugreifen, ist dann Gold wert. Andere konzentrieren sich rein aufs Spielen und benötigen keine permanente Dokumentation ihrer Sessions.
Die gute Nachricht ist, dass ihr nicht zwischen beiden Extremen wählen müsst. Mit den richtigen Einstellungen passt ihr die PS5 genau an euer Nutzungsverhalten an. Ob vollständig deaktiviert, nur für bestimmte Spiele aktiviert oder mit reduzierter Qualität – die Konsole bietet genug Flexibilität, um jeden Spielstil zu unterstützen. Nehmt euch ein paar Minuten Zeit, die Einstellungen durchzugehen, und konfiguriert das System so, wie es für euch am besten funktioniert. Eure SSD und eure Gaming-Experience werden es euch danken.
Inhaltsverzeichnis
